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Fleischerei Berlin – DelikatEssen Discounter: Zebu-Rind | Weil es unter den Weiden summt.

Fleischerei Berlin – DelikatEssen Discounter

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Fleischerei Berlin ✓ mit Feinkost Supermarkt. Die größte Fleischauswahl Berlins ✓mit Bio-Fleisch & Freiland Fleisch. Ihre Metzgerei von Wild, Geflügel, über regionales Fleisch bis Dry Aged Beef.

Zebu-Rind | Weil es unter den Weiden summt. [24.01.2017]

Fleischerei Berlin – DelikatEssen Discounter: Zebu-Rind | Weil es unter den Weiden summt.

Was summt da im Erdreich unter den Weideflächen der Zebu-Rinder in Zossen?

»Das beste und gesündeste Rindfleisch Deutschlands« – das ist der Anspruch von Nils-Peter Czaja, der mit seiner Rinderzucht herkömmliche Bio-Standards in den Schatten stellt.

Wir von BEST BEEF waren zu Besuch im Zebuland – und haben Faszinierendes gesehen.

Und gleich vorab: Das Original Zebu-WildBeef aus dem Zossener Rinderparadies können Sie jetzt bei uns kaufen. Es liegt frisch für Sie in unserer Fleischtheke bereit. In Ihrer BEST BEEF Fleischerei im DelikatEssen Discounter in der Günzelstraße 40, in 10717 Berlin (Charlottenburg - Wilmersdorf) und gleichsam in der Filiale in der Düsseldorfer Straße 74 in 10719 Berlin.

Samstag, 21. Januar 2017 – das BEST-BEEF Team ist startbereit zum Besuch des wohl außergewöhnlichsten Rinderzüchters Deutschlands. Rund 45 Minuten Fahrzeit trennen uns von einem Erlebnis, das uns in Erinnerung bleiben wird. Wer Fleisch liebt und zugleich absoluten Wert auf höchsten ethischen Anspruch in der Nutztierhaltung legt, wird verstehen, wie sehr uns dieser Besuch in den Bann nahm.

Gegen 14 Uhr war es soweit. Mit unseren drei Hunden, die vor Ort in herrlicher Natur einen aufregenden Spaziergang erleben sollten, trafen wir Nils-Peter Czaja, den Gründer von Zebuland.

In seinem weißen Pick-Up Ford Ranger holte Nils uns an verabredeter Stelle ab und führte uns zu den Weideflächen seiner Zebu-Rinder. Wir parkten die Autos und machten uns auf zu einen zweistündigen Marsch – zur "Open Ranch" der Zossener Zebu-Rinder.

Schon bei der Begrüßung war klar: der 47-jährige ist ein Mann, der perfekt in das Bild der gleichsam rauen wie faszinierenden Landschaft des Naturschutzgebietes passt. Jeans, Parker, 3-Tage-Bart und eine Ausstrahlung tiefer innerer Ruhe und Gelassenheit. Mit einem herzlichen Händedruck werden wir begrüßt und kommen sofort in ein gleichsam zwangloses wie faszinierendes Gespräch. Unser Weg führt uns über vereiste Wege, vorbei an schneebedeckten Feldern durch eine wunderschöne teils bewaldete Hügellandschaft.

Nils, heute Rinderzüchter, ist ursprünglich gelernter Versicherungskaufmann. Nach seiner Ausbildung hat er es bis zum Partner einer lokal seit Jahrzehnten bestens etablierten Agentur geschafft.

Und trotzdem: Er fand immer Zeit, sich dem zu widmen, was ihm eigentlich am Herzen liegt: Der Schutz unserer Umwelt. So verwand er einen großen Teil seiner Freizeit für "Lokale Landschaftspflege und Artenschutz". Und hier beginnt auch die Geschichte der Zossener Zebu-Rinder:

Was summt da unter den Weideflächen? – Von der Erdbiene zum Zebu-Rind.

Das Naturschutzgebiet, auf dem die Zossener Zebu-Rinder ihre Weideflächen haben, beherbergt das sowohl größte Vorkommen als auch die größte Artenvielfalt heimischer Erdbienen und Erdwespen. Um diesen wertvollen Insekten ideale Brutgegebenheiten zu gewährleisten, ist gezielte Pflege der Weidelandschaft unabdingbar. Das Gras muss "kurz gehalten werden"; denn nur so können die summenden Erdbewohner ihre Waben und Nester artgerecht bauen. In freier Natur würden Pflanzenfresser die entsprechende Landschaftspflege übernehmen. »Warum nicht auch bei uns?«, dachte Nils und setzte sich für den Gedanken ein, Weidevieh in dem Naturschutzgebiet mit der Aufgabe des "Rasenmähens" zu betrauen.

Doch die Natur hat sich in dieser Region für eine Flora entschieden, die herkömmlichen Schafen oder Rindern nur äußerst karges Futter bietet – nicht ausreichend, um auf dem Weideland überleben zu können. Somit begann die Suche nach einer Schaf- oder Rinderrasse, die in der Lage ist, aus dem lokalen Pflanzenangebot genügend Nährstoffe herausziehen zu können. Und wer hat für solche Ansprüche den idealen Verdauungstrakt? Das schlanke Zebu-Rind aus Süd-Ost-Asien. Damit war die Idee umsetzbar – und heute spazieren wir vorbei an einem Herdenbestand von dreihundert glücklichen Zebu-Rindern, die einerseits gleichsam gemütlich wie perfekt die Landschaft pflegen und andererseits uns Menschen das vielleicht gesündeste Rindfleisch Deutschlands liefern.

Warum ist Fleisch vom Zebu-Rind so gesund? Und wie schmeckt dieses Fleisch?

Das Zebu-Rind gehört zu den schlanksten und anspruchslosesten Rinderrassen der Welt. Entsprechend findet sich kaum Fett in dem Fleisch dieser Rinder – und somit auch kaum Cholesterin. Hinsichtlich des Geschmacks ist das fehlende intramuskulöse Fett (Marmorierung) natürlich regelrecht "kontraproduktiv". Fett ist Geschmacksträger und sorgt dafür, dass sich das Fleisch durch die damit verbundene Zartheit gut kauen lässt. (Das typische gegenteilige Extrem hinsichtlich Marmorierung ist das Fleisch vom japanischen Kobe-Rind.)

Wie Nils es trotzdem hinbekommen hat, dass sein Zebu-Fleisch zart und schmackhaft ist, bleibt letztlich sein Betriebsgeheimnis. Die Faktoren sind jedoch Haltung, Schlachtalter, Zugabe von zertifiziertem Bio-Futter und ein mindestens 12 Wochen langer Dry-Aging Reifeprozess.

Letzteres passiert unter der Leitung eines Südtiroler Reifemeisters, der in seiner Region als Edel-Metzger und Dry-Aging Guru gilt. Problematisch ist in dem Zusammenhang, dass es aktuell kaum Anbieter im Berliner Umfeld gibt, die echtes Dry-Aging beherrschen und anbieten. Unsere BEST BEEF Fleischerei habe das nötige Know How und käme somit zwar in Frage, hat die eigenen Reifekammern aber voll ausgelastet.

So wird das Zebu-Fleisch aktuell zum Dry-Aging nach Südtirol verbracht und anschließend zurück nach Deutschland transportiert. Diese hinsichtlich Nachhaltigkeit störenden Transportwege will Nils-Peter Czaja jetzt unterbinden. Gemeinsam mit den Südtiroler Reifeprofis, Metzgermeister Lorenz und Werner Gruber aus der gleichnamigen Fleischerei „Lorenz Gruber“ in Villanders, Südtirol, ist er im Rahmen eines Joint Venture dabei, eigene Reifezellen im Zebu-Land zu installieren.

Zukünftig wird dann nur noch ein kleiner Teil des Rinderfleisches zur Veredelung nach Südtirol gebracht. Zum einen für den Direktverkauf in der dortigen Metzgerei und andererseits zur Herstellung feinster italienischer Salami und köstlicher Schinken. Diese Leckereien gibt es übrigens bereits jetzt vom Zossener Zebu-Rind. Nach Originalrezepten in Südtirol "gezaubert". Ein Gaumenschmaus – und trotzdem wunderbar fettarm.

Das glückliche Leben der Zebu-Rinder in Zossen

Unsere Hunde hielten plötzlich inne und schnupperten aufgeregt. – Der Wind hatte ihnen ganz offensichtlich die Nähe der Zebu-Rinder verraten. Und so war es auch. Der Weg führte uns in einer Biege an einem Waldstück vorbei und dann sahen wir die Zebu-Rinder vor uns. Von kleinerer Statur als unsere heimischen Rassen und deutlich schmächtiger standen die Tiere in kleiner Herde beieinander und zupften Gräser vom Boden oder bedienten sich am Ihnen zur Fütterung angebotenen Heuballen. Das Heu stamme von lokalen bio-zertifizierten Wiesen und müsse den Rindern im Winter als Beifutter angeboten werden, erläuterte Nils. Von einem Stall ist weit und breit nichts zu sehen; lediglich ein Unterstand bietet den Tieren, neben den bewaldeten Flächen, Schutz bei Unwettern.

»Eben zu 100% artgerecht«, erklärt Nils-Peter Czaja. »In freier Wildbahn gibt es keine Ställe – und somit gibt es auch keinen Stall für die Zebu-Rinder in Zossen. Die Tiere leben halbwild und das ganze Jahr über auf der Weide.«

Das sogenannte Open-Ranch Konzept erlaubt den Rindern ein natürliches Dasein. Lediglich Zäune definieren die Weidegrenzen und, wie jetzt, im Winter, wird den Tieren Heu als Beifütterung geboten. So gestalten die Zebu-Rinder ihr Leben in Zossen nach eigenem Gutdünken und erfreuen sich eines quasi völlig natürlichen Daseins.

Humane Schlachtung

Wir sind zutiefst begeistert. Solcherlei Nutztierhaltung ist beispielhaft! Das Fleisch dieser Rinder kann man mit bestem Gewissen bei selbst höchsten Ethikansprüchen unbeschwert genießen. Lediglich eine Frage beschäftigt uns: "Wie ist es mit der Schlachtung?".

»Kurz und schmerzlos. Per Kopfschuss auf einer benachbarten Weide.«

Also kein Tiertransport zu irgend einem lokalen Schlachthof. Das Zossener Zebu-Rind wird von einem Jäger, völlig "unerwartet", mit einem gezielten Schuss in den Kopf vom Zossener Rinderparadies in den "Rinderhimmel" befördert. Die wohl denkbar humanste Schlachtung, die wir uns vorstellen können.

»Da drüben, der "Schwarz-Weisse", ist übrigens Ihr BEST BEEF Bulle.« Nils zeigt uns ein Tier in der Herde, das in den nächsten Monaten für uns geschlachtet werden wird. Wir sind tief beeindruckt, mit welcher Individualität in der Zossener Zebu-Rinderzucht gearbeitet wird.

Kleine Herden auf unterschiedlichen Weiden

Insgesamt 300 Rinder hat Nils über die verschiedenen Weiden, in kleinere Herden gruppiert, verteilt. Auf dem Rückweg unseres Spaziergangs sehen wir noch zwei weitere Zebu-Rinderherden.

Heimfahrt – und Original Zebu-Rindfleisch für Sie

Zurück geht es nach Berlin mit reichlich Gesprächsthema. Es tut gut, zu wissen und persönlich gesehen zu haben, dass die Rinder aus dem Zebuland tatsächlich paradisisch leben.

Wir danken Herrn Czaja für seine Zeit – und wir freuen uns, liebe Kundinnen und Kunden, Ihnen dieses Spitzenqualitätsfleisch frisch, bei uns, in der Fleischerei, anbieten zu können.